Warum so passiv? Werden Sie aktiv!

Ein Passivhaus zeichnet sich durch einen besonders niedrigen Verbrauch an Heizenergie aus. Erreicht wird dies hauptsächlich durch: 

1. Hervorragende Dämmung

Die gesamte Außenhülle des Gebäudes muss besonders gedämmt sein. Neben den eigentlichen Wänden, die in Holzrahmenbauweise erstellt bereits eine Dämmung mitbringen, ist auch an Fenster, Dachflächen, Fundament und die Bodenplatte zu denken.

2. Winddichtigkeit

Um zu verhindern, dass durch die Gebäudehülle selbst bei geschlossenen Fenstern und Türen kalte Außenluft eindringt, muss das Passivhaus besonders winddicht sein. Durch eine sehr gründliche Herstellung und Verbindung aller Bauteile ist eine Luftwechselrate n von weniger als 0,5 [1/h] zu gewährleisten. Das bedeutet, dass sich die komplette Innenraumluft alle zwei Stunden natürlich, d.h. ohne Einsatz von Technik oder Lüften, austauscht.

3. Kontrollierte Be- und Entlüftung

Durch die besondere Dämmung und vor allem durch die Winddichtigkeit des Gebäudes ist es erforderlich, für Frischluftzufuhr zu sorgen. Dies geschieht durch eine Belüftungsanlage, die gleichzeitig auch für die Entlüftung sorgt. Damit warme Luft nicht verschwenderisch nach außen geblasen wird, ist ein Wärmetauscher zwischengeschaltet. Mindestens 85%, meistens jedoch mehr Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärme werden der Zufluft zugeführt.

4. Architektur

Um die Wärme der Sonneneinstrahlung durch die Fenster zu nutzen, sind die Fenster architektonisch besonders zu beachten. Das Gebäude sollte optimalerweise nach Süden ausgerichtet sein und dabei im Süden große und im Norden eher kleine Fenster haben.

 
Systembau